Rote Hände auf Papier

Pressemitteilung: Aktion gegen Kindersoldaten

„Deine Hand zählt“: Mitmachaktion in der Erlanger Innenstadt gegen den Einsatz von Kindersoldaten
Bayerisches Jugendrotkreuz ruft Kinder, Jugendliche und ihre Familien auf, sich zu engagieren

Mit einer großen Mitmachaktion setzt das Bayerische Jugendrotkreuz erneut ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Am 29. Oktober 2016 können Kinder, Jugendliche und ihre Familien in der Erlanger Fußgängerzone öffentlich den Stopp dieses weltweit vorkommenden Missbrauchs fordern. Alles was sie dazu tun müssen, ist ihre Hand in Fingerfarbe tauchen, einen Abdruck auf einer großen Plakatwand hinterlassen und ihren Namen dazu schreiben. Die roten Protesthände werden dem Bürgermeisteramt übergeben. Mit dieser Aktion will der Nachwuchsverband des Bayerischen Roten Kreuzes gemeinsam mit der Arbeiter-Samariter-Jugend die Politik nachdrücklich zu mehr Engagement verpflichten, die Rechte von Kindern stärken und die öffentliche Wahrnehmung schärfen.

Drei Jugendliche drücken rote Handabdrücke an eine Plakatwand

Mitmach-Aktion „Deine Hand zählt“ in Erlangen

Am Samstag, den 29. Oktober 2016 von 12.00 bis 18.00 Uhr sind Kinder, Jugendliche und ihre Familien aufgerufen, in der Erlanger Innenstadt, Fußgängerzone, Nürnberger Str. 4, 91052 Erlangen (vor Peek & Cloppenburg) ihre rote Protesthand zum Einsatz von Kindersoldaten zu heben. Mit dieser Mitmachaktion will das Bayerische Jugendrotkreuz gezielt auf die Situation der Kindersoldaten weltweit aufmerksam machen und fordert zugleich:

  • Kinder unter 18 Jahren dürfen weder freiwillig noch zwangsweise rekrutiert oder als Soldaten eingesetzt werden.
  • Personen, Staaten und bewaffnete Gruppen, die Kinder rekrutieren und als Soldaten einsetzen, müssen öffentlich benannt und sanktioniert werden.
  • Ehemalige Kindersoldaten brauchen medizinische und psychologische Hilfe sowie eine schulische bzw. berufliche Ausbildung. Das gilt insbesondere für diejenigen, die als Flüchtlinge in Industrieländer wie Deutschland kommen. Ihnen muss Schutz und politisches Asyl gewährt werden.
  • Die staatlichen und internationalen Finanzmittel für Präventions- und Reintegrationsprogramme für Kindersoldaten müssen deutlich erhöht werden.
  • Stopp von (deutschen) Waffenexporten: Es dürfen keine Waffen (insbesondere Kleinwaffen), Einzelteile oder Munition in Krisenregionen exportiert werden, in denen es Kindersoldaten gibt.
  • Die Friedenserziehung sollte verbindlich in Lehrplänen und der Lehrerausbildung verankert werden.

Termin: Samstag, 29. Oktober 2016 von 12:00 bis 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Fußgängerzone, Nürnberger Str. 4, 91052 Erlangen (vor Peek & Cloppenburg)
Ihr Ansprechpartner vor Ort für Interviews mit Jugendlichen: Maximilian Schaller, ehrenamtlicher Projektleiter des Bayerischen Jugendrotkreuzes, Mobilnummer: 0152 59375122, Einwilligungserklärungen der Eltern für Wort- und Bildbeiträge der Jugendlichen liegen vor.

Über das Bayerische Jugendrotkreuz

Das Bayerische Jugendrotkreuz (BJRK) ist der eigenständige Kinder-, Jugend- und Nachwuchsverband (über 106.000 ehrenamtliche Mitglieder) des Bayerischen Roten Kreuzes und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Die Rotkreuz-Grundsätze und die Erste Hilfe sind beim Jugendrotkreuz Programm. Wir helfen – das verbindet. Und das seit 1947. Ob Schulsanitätsdienste, Kampagnen oder Ferienfreizeiten: Das Bayerische Jugendrotkreuz setzt sich für ein friedliches Zusammenleben ein, erhebt die Stimme für Kinder und Jugendliche in Not, macht sich stark für Gesundheit, Umwelt und das Humanitäre Völkerrecht und mischt bei jugendpolitischen Entscheidungen mit. Weitere Informationen zum BJRK und zu lokalen Gruppen finden Sie unter www.jrk-bayern.de.