Kathrin Bruss, Landesleiterin des Bayerischen Jugendrotkreuzes, sitzt draußen auf einer Steinmauer, trägt ein blaues Polo-Shirt mit JRK-Logo und lächelt in die Kamera. Rechts im Bild ist der Schriftzug: ‚Interview – 4 Jahre Landesleitung – Kathrin Bruss‘

Kathrin Bruss blickt zurück auf ihre Zeit als stellvertretende Landesleitung

Kathrin Bruss, 28 Jahre, hat sich vor vier Jahren entschlossen, für das Amt der stellvertretenden Landesleitung zu kandidieren. Auf die Frage, welche Chancen im Amt liegen, sagt sie überzeugt, die Arbeit in der Landesleitung lebe vom Einsatz, vom Zuhören – und vom Mut, sich für die Interessen junger Menschen stark zu machen. Man könne in ganz unterschiedlichen Bereichen des JRK mitarbeiten, mitgestalten, die Interessen des JRK vertreten und sie voranbringen.

„Vor allem aber habe ich eine Menge toller und inspirierender Menschen getroffen und durfte mit ihnen zusammenarbeiten.“ 

Welche Themen waren dir besonders wichtig und warum?

Ein Thema, das mir schon lange am Herzen liegt, ist die Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen, den verschiedenen Ebenen im JRK und mit den Gemeinschaften. Auch für gesundheitsbezogene Themen habe ich mich stark eingesetzt. Mir war wichtig, ein offenes Ohr für Probleme und Herausforderungen zu haben und das Ehrenamt auf unterschiedliche Weise zu stärken. 

Was hast du positiv verändern können?

Ich habe versucht gute Kontakte zu knüpfen und sie zu pflegen. Es hat mir besonders Spaß gemacht mit vielen Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, was hoffentlich dazu beigetragen hat, dass die Landesleitung ein Stück weit nahbarer wird. Auch in den Gremien habe ich mein Bestes gegeben, die Interessen der JRKler *innen zu vertreten und Projekte anzustoßen. Gemeinsam haben wir es geschafft, dass die Landesversammlung die Amtszeit für die Landesleitung probeweise von vier auf zwei Jahre verkürzt hat. Wir hoffen, dass wir so mehr junge Leute ansprechen und auch das Ehrenamt attraktiver gestalten können. 

Woran bist du gewachsen? 

Generell bin ich an herausfordernden Situationen gewachsen und habe gelernt für mich und die Meinung, die ich für das JRK vertrete, noch stärker einzustehen.

Was waren deine schönsten Momente in deiner Amtszeit?

Für mich sind das klar die Momente, in denen ich Kinder und Jugendliche mit leuchtenden Augen strahlen gesehen habe. Aber auch, wenn ich auf Veranstaltungen liebgewonnene Menschen wiedergetroffen habe. 

Warum ist das Amt für dich so besonders? 

Die Aufgabe hat mir neue Arbeitsbereiche und Aspekte im JRK gezeigt, die ich z.B. durch meine Arbeit als Gruppenleiterin noch nicht kannte. Vor allem aber habe ich eine Menge toller und inspirierender Menschen getroffen und durfte mit ihnen zusammenarbeiten.

Welche Chancen liegen darin?

Das Amt gibt dir die Möglichkeit, in ganz unterschiedlichen Bereichen mitzuarbeiten, sie mitzugestalten, die Interessen des JRK zu vertreten und voranzubringen.

Wenn ich an die Zeit zurückdenke, als ich selbst noch ein JRK-Kind war, wusste ich nicht, ob unsere Bedürfnisse Gehör finden. Im Amt ist man nun selbst die Person, die die Chance hat, das Beste aus den Wünschen und Anregungen für die Kinder und Jugendlichen zu machen. 

Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, sich für das Amt zu bewerben?

Die Person müsste sich selbst ein paar Fragen stellen: Ob sie Lust hat etwas zu bewegen, ob sie die Interessen des Jugendrotkreuzes in Bayern vertreten will und ob sie genügend Freizeit und Energie für das Amt aufwenden kann. Wenn alle Fragen mit Ja beantwortet werden, sollte der oder diejenige die Möglichkeit nutzen, denn es ist einfach ein sehr bereicherndes Amt, das viel Spaß macht.

Was würdest du ihm raten?

Ich würde der Person raten, unvoreingenommen an die Sache heranzugehen, offen zu sein und kompromissbereit. Man darf aber auch mal stur sein, wenn es um die Sache geht. Man sollte etwas kreativ sein und sich nicht vor unbekannten Gewässern scheuen. Und natürlich ganz viel Spaß haben.

Würdest du alles genauso wieder machen?

Ich denke nicht, denn ich hoffe, dass ich, wenn ich so zurückschaue, aus meinen Fehlern gelernt habe.

Wie hat dich das Amt in positivem Sinne verändert?

Einerseits habe ich gelernt, für mich und die Meinung, die ich für das JRK vertrete, noch stärker einzustehen. Andererseits aber auch mal loszulassen, wenn ich das Gefühl hatte, eine Diskussion ist aussichtslos ist oder fordert zu viel Energie, die ich gerade nicht hatte. Es fällt mir außerdem leichter vor vielen Leuten zu sprechen. 

Was nimmst du für dich mit?

Das sind vor allem die Begegnungen mit liebenswerten und inspirierenden Menschen. Es gibt viele tolle Momente, an die ich mich gerne erinnere. In meinem Herzen werden immer das Rote Kreuz, unsere Grundsätze und die JRKlerinnen und JRKler sein.

Das Bild zeigt Heike Harenberg, freie Mitarbeiterin für Pressethemen im Bayerischen Jugendrotkreuz, in weißem Oberteil auf einem Portraitbild

Heike Harenberg, freie Mitarbeiterin für Pressethemen, schreibt hier für das Bayerische Jugendrotkreuz.

 

Im Blog des Bayerischen Jugendrotkreuzes überwiegt die persönliche Meinung, sie steht über den Inhalten. So gelingt es den Autorinnen und Autoren Themen ausführlich aufzubereiten, zum Nachdenken einzuladen und Diskussionen zu erzeugen.

Die Beiträge im JRK-Bayern-Blog erscheinen unregelmäßig regelmäßig.

Reload content for this field